wie wichtig ist eine Hundeversicherung

Nur die Hälfte aller in Deutschland gemeldeten Hunde besitzen auch eine Tierhalterhaftpflichtversicherung, die sogenannte Hundeversicherung. Nach deutscher Rechtsprechung ist der Hundehalter haftbar zu machen für alle Schäden, die sein Vierbeiner verursacht. Die private Haftpflichtversicherung deckt diese Schäden nicht mit ab!

Welche Schäden deckt eine Hundehalterhaftpflichtversicherung?

Doch der Abschluss einer solchen Hundehaftpflichtversicherung ist oftmals noch nicht einmal freiwillig. Je nach Bundesland ist der Abschluss einer Hundeversicherung sogar rasseabhängig und gesetzlich vorgeschrieben. Dies betrifft in der Regel Halter von Hunden, deren Rasse als gefährlich einstuft wurde. Für diese Rassen existieren Haltungsauflagen, die unter anderem den Abschluss einer Haftpflichtversicherung vorsehen. Doch selbst wenn der eigene Vierbeiner nicht von Gesetzes wegen als gefährliche Rasse gilt, raten Experten allen Hundehaltern grundsätzlich dazu, ihren Hund versichern zu lassen.

Die Hundeversicherung deckt folgende Schäden ab:

  • Sachschäden
  • Personenschäden
  • Schäden an andere Hunde
  • Vermögensschäden verursacht durch Personen- und Sachschäden
  • Reine Vermögensschäden

Welche Versicherungen bieten Hundehalterhaftpflichtversicherungen an?

Nahezu alle Versicherungsgesellschaften bieten auch Hundehaftpflichtversicherungen an. Da es jedoch enorme Unterschiede bezüglich des Preises, des versicherten Risikos und auch der Deckungssummen gibt, sollte auf jeden Fall vor Abschluss solch einer Police ein Preisvergleich der Hundeversicherung durchgeführt werden. Dabei liegen die günstigsten Versicherungen bei etwa 50 Euro jährlich.
Bei einem Versicherungsvergleich sollte allerdings nicht ausschließlich der Preis derselben berücksichtigt werden, sondern auch auf die Leistungsausschlüsse und dementsprechende Leistungseinschlüsse sollte geachtet werden. Ebenso sollte die Deckungssumme nicht zu niedrig gewählt werden. Diese sollte drei Millionen nicht überschreiten, besser sind jedoch noch deutlich höhere Deckungssummen.

Oftmals sind nachfolgende Zusatzoptionen mit versicherbar:

  • ungewollte Deckschäden
  • Schäden, die unter der Obhut von haushaltsfremden Personen entstehen (sogenanntes Fremdhüterrisiko)
  • Versicherungseintritt auch dann, wenn der Hund trotz Leinenzwang unangeleint war
  • durch den Hund entstandene Schäden an Mietsachen
  • Wettkampfrisiko
  • vorübergehende Auslandsaufenthalte innerhalb der EU
  • Mitversicherung der Welpen bis zu 12 Monate
  • Forderungsausfalldeckung

Diese Zusatzversicherungen werden je nach Anbieter gegen Zahlung eines entsprechenden Aufpreises angeboten, in anderen sind sie auch ohne Aufpreis enthalten.

Welche Faktoren beeinflussen die Prämienhöhe?

Um das passende Angebot mit einem Vergleichsrechner zu ermitteln, werden folgende Angaben benötigt, die auch die Prämienhöhe mit beeinflussen:

  • Alter Hundehalter
  • Anzahl der Hunde
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Hunderasse
  • Versicherungslaufzeit
  • Vorschäden
  • Zusatzleistungen
  • Nutzungsart des Hundes

Ein Preisvergleich lohnt sich allerdings nicht nur ausschließlich für Neuverträge. Auch die alten Policen sollten in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Evtl. lohnt sich ein Wechsel zu einer anderen Versicherung. In diesem Fall sollte darauf geachtet werden, die alte Versicherung fristgerecht zu kündigen.

Ist man Halter eines sogenannten Listenhundes, lohnt sich ein Wechsel zu einer der Versicherungsgesellschaften, die nicht nach Hunderassen unterscheiden und diese als „gefährlich“ und „ungefährlich“ einstufen. Folgende Gesellschaften unterscheiden nicht nach Rassezugehörigkeit: Allianz, DEVK, Haftpflichtkasse Darmstadt, Signal Iduna und VGH.

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