Geldanlage: Aktien-Kauf als Mittel gegen Inflation?

Eine Geldanlage ist nur ertragreich, wenn sie mit einem realen Vermögenszuwachs verbunden ist. Schwach verzinste Sparguthaben erzielen zwar eine nominelle Rendite, da diese oftmals aber unterhalb der Inflationsrate liegt, erleiden Sparer in Kaufkraft gemessen jedoch reale Verluste. Wie gut schlagen sich aber Investitionen in Aktien als Mittel gegen Inflationsverluste?

Das Abschneiden der Aktien hinsichtlich der Inflationssicherheit

Eine amerikanische RBI-Studie befasst sich mit der Kursentwicklung von Aktien, Anleihen, Immobilien und Edelmetallen, wozu neben dem längeren Zeitraum von 1974 bis 1982 die kürzeren Abschnitte von 1976 bis 1978 und 1979 bis 1981 betrachtet wurden. Für die Bewertung der Wertentwicklung von Aktien berücksichtigt die Studie die drei für die USA bedeutenden Indices S&P 100, S&P MidCap 400 und S&P SmallCap 600, so dass ihre Ergebnisse den Durchschnitt der Aktienentwicklung widerspiegeln. Die Untersuchung zeigt, dass in allen drei ausgewerteten Zeiträumen Aktienanleger durch Kursgewinne sowie die erhaltenen Dividenden einen Realgewinn erzielten, der nominelle Vermögenszuwachs also oberhalb der Inflationsrate lag. Allerdings waren die Gewinne bei einer Anlage in Immobilien sowie beim Erwerb von Edelmetallen deutlich höher als bei der Aktienanlage, während die Geldanlage in Anleihen zu einem realen Vermögensverlust führte. Bei einer direkten Anlage in Immobilien fiel der Vermögenszuwachs etwas höher als beim Investieren in Immobilienfonds aus.

Der Vorteil einer Geldanlage in Aktien

Auch wenn in der Untersuchung der Realgewinn bei einer Geldanlage in Immobilien und Edelmetallen höher als bei einer Aktienanlage ausfiel, bieten Aktien einige Vorteile. Der Erwerb von Beteiligungspapieren ist bereits mit einem geringen Vermögen möglich, während der Immobilienerwerb grundsätzlich ein hohes Eigenkapital voraussetzt. Im Gegensatz zu Edelmetallen zahlen Aktien durch die Dividenden und Immobilien dank der Mieteinnahmen regelmäßig Gewinne aus. Zudem sind die Lagerungskosten bei der Aufbewahrung von Edelmetallen im Banktresor deutlich höher als das Entgelt für das Führen eines Anlagekontos. Edelmetalle lassen sich zwar auch zuhause aufbewahren, dann besteht jedoch ein hohes Diebstahlrisiko. Nicht zuletzt geht der Verkauf von Aktien wesentlich einfacher vonstatten als die Veräußerung einer Immobilie.

Übertragbarkeit der Studie auf Deutschland

Die Studie wurde in den USA durchgeführt, ihre Ergebnisse lassen sich jedoch uneingeschränkt auf vergleichbare Volkswirtschaften wie Deutschland übertragen, zumal die weltwirtschaftlichen Verflechtungen zu weltweit ähnlichen Erscheinungen auf den Anlagemärkten führen. Entsprechend der Studienergebnisse bieten Aktien auch Anlegern in Deutschland eine Möglichkeit, sich vor Verlusten wegen einer hohen Inflationsrate zu schützen. Weitere Informationen zum Inflationsschutz bei Geldanalgen finden Sie z.B. bei Thomas Lloyd oder anderen Investmentunternehmen. Bevor Sie mit einer Investition aber aktiv werden, sollten Sie sich zunächst ausführlich beraten und über die potentiellen Risiken aufklären lassen.

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