Forex - Devisenhandel für Jedermann

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Das weltweite Handelsgeschehen wird vor allem vom Devisenhandel dominiert. Keine andere Art von Werten wird täglich in derartigen Volumina gehandelt wie die Devisen. Wenn Sie sich an der Börse bereits auskennen und nach neuen Herausforderungen beim Trading suchen, sollten Sie sich damit vertraut machen, was unter Forex zu verstehen ist und welche Vorteile sich Ihnen hier bieten.

Wie der Devisenmarkt funktioniert

Devisen sind im Grunde einfache Forderungen, die jedoch in einer fremdländischen Währung gehalten werden. Der globalisierte Handel bringt es mit sich, dass immer mehr Handelsbeziehungen über Landesgrenzen hinweg stattfinden und damit auch über Währungsgrenzen hinweg. Kaum eine Branche bleibt hiervon unberührt und so hat sich der Devisenhandel zum dominierenden Markt entwickeln können. Im Jahr 2007 bspw. wies der Handel einen Tagesdurchschnittswert von 4 Billionen US-Dollar (ca. 3,1 Billionen Euro) auf. Es handelt sich hierbei also um einen extrem liquiden Markt, auf dem unter anderem alle diejenigen Unternehmen aktiv sind, die Export betreiben und an Kunden im Währungsausland Produkte absetzen.

Wird beispielsweise ein Auto eines japanischen Herstellers nach Europa verkauft, so zahlt der Kunde nicht in Yen, sondern in Euro. Da der Autobauer jedoch in Yen bilanziert, ergibt sich zu einem Zeitpunkt in der Zukunft die Notwendigkeit, dass die Devise umgetauscht wird in die eigene Währung. Hieraus dürfte bereits ersichtlich sein, dass diese Art von Handel prinzipiell Währungsschwankungen ausgesetzt ist und es ist eine der wichtigsten Aufgaben im Handel von Devisen, mit diesen Währungsunterschieden umzugehen.

Im Englischen wird dieser Markt dabei als Foreign exchange market bezeichnet bzw. kurz als Forex. Viele Produkte, die im Devisenbereich angesiedelt sind, weisen diese Bezeichnung als Bestandteil ihres Namens auf. Die folgende Liste verdeutlicht, welche Währungen dabei am meisten gehandelt werden:

  • US-Dollar
  • Euro
  • Japanischer Yen
  • Britisches Pfund
  • Australischer Dollar
  • Schweizer Franken

Elektronischer Handel dominiert den Devisenmarkt

Ein großer Teil des Forex-Handels wird heute von Computern dominiert. Bereits kleinste Wertschwankungen können auf diesem überaus liquiden und dynamischen Markt ausgenutzt werden, um Renditen zu erzielen. Da der computerisierte Handel hier schneller ist als jeder menschliche Händler, wird das Marktgeschehen in immer stärkerem Maße von Software dominiert. Die Broker wären schlechterdings kaum in der Lage, mit ihren eigenen Ordern etwas gegen die automatisierten Programme auszurichten, die innerhalb weniger Sekunden Milliardenbeträge bewegen können. Betroffen hiervon ist der Handel zwischen den Kreditinstituten, die praktisch nur noch auf diesem Wege miteinander den Handel von Devisen vornehmen. Aus diesem Grund ergibt sich für Sie als privaten Anleger die Warnung, dass der Handel hochprofessionalisiert, schnell und risikoreich ist.

Handeln mit Devisen für Jedermann

Seit den 2000er Jahren ist der Handel mit Devisen auch für Privatanleger geöffnet worden. Viele Internet-Broker haben sich auf diesen Bereich spezialisiert und bieten Softwarelösungen an, mit denen 24 Stunden am Tag Devisen gekauft und verkauft werden können. Die Programme können automatisch Signale verarbeiten, die darauf hindeuten, wann eine entsprechende Order vorgenommen werden sollte. Hierdurch soll es auch Privatanlegern erleichtert werden, die Risiken im Devisenmarkt zu kontrollieren.

Fazit

Der Devisenmarkt ist der größte Finanzmarkt weltweit. Trotz der immensen Umsätze sollten gerade Privatanleger jedoch auch auf die möglichen Risiken achten.

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